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Seit Jahren wird der barrierefreie Umbau des Treysaer Bahnhofs geplant – und immer wieder verschoben. Leif Niklas Wulf, der Leiter des Bahnhofsmanagements Kassel, stand am 13.06.2016 im Ziegenhainer Rathaus den Mitgliedern des Umwelt- und Verkehrsausschusses zum Thema Rede und Antwort. Schwalmstädter Bürgerinnen und Bürger forderten auf dem Vorplatz die sofortige Umsetzung der Pläne.

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Unter den etwa 60 Demonstranten war auch eine Gruppe von ADFC Mitgliedern, die sich am lautstarken Protest beteiligten. Aus Sicht der Radfahrer wies Reinhold Tripp auf die zunehmende Bedeutung des Treysaer Bahnhofs als Startpunkt für Radtouristen hin. In Schwalmstadt liefen die touristisch überregional bedeutsamen touristischen Radwege Deutschland-Route 4, der Radweg Deutsche Einheit, der hessische Radfernweg R 4, der Schwalm- und Hochland-Radweg sowie weitere regionale Radwege zusammen. „Nicht zuletzt mit dem immer beliebter werdenden Bahnradweg Rotkäppchenland ist Schwalmstadt längst zu einer bedeutsamen Drehscheibe des Radtourismus geworden.“ Unwürdig sei es, den mit der Bahn anreisenden Gästen zuzumuten, ihre Räder über lange Treppen runter und wieder hoch zu schleppen. „Das Treppauf und Treppab mit den nicht eben leichten Pedelecs und schwer bepackten Tourenräder könnte gerade älteren Radfahrern ernsthafte Probleme bereiten.“ Könnten Radfahrer oder auch Eltern mit Kinderwagen dies mit Unterstützung von Helfern noch bewältigen, hätten Rollstuhlfahrer überhaupt keine Chance, auf andere Gleise zu gelangen. Das sei ein unwürdiger Zustand in einem reichen Land wie Deutschland.

In seinen anschließenden Ausführungen vor dem Ausschuss wies Wulf darauf hin, dass die Gleishöhe wegen unterschiedlicher Zugtypen und unterschiedlicher Normen zu Neuplanungen und damit zu Verzögerungen geführt habe. Warum an anderen Bahnhöfen wie etwa Wabern dennoch mit dem Umbau begonnen worden sei und in Treysa nicht, beantwortete er nicht. Gerade der Umbau in Wabern mache einen gleichzeitigen Umbau in Treysa unmöglich. Mehrere Baustellen auf einem Streckenabschnitt so dicht beeinander würden den Fahrplan völlig durcheinander bringen.

Alternativen wie Schieberinnen für Fahrräder auf den Treppen oder den Einbau eines Treppenlifts lehnte er ab.

Immerhin berichtete er, dass es Pläne gebe, einen Umbau mit einer geringeren Gleishöhe vorzunehmen, wobei diese später ohne große Schwierigkeiten weiter erhöht werden könnte. Dies müsste aber erst noch genehmigt werden. Gleichwohl sei mit dem Beginn der Baumaßnahmen 2019 zu rechnen. Diese dauerten weitere zwei Jahre.

Mit dieser Aussage waren die Anwesenden überhaupt nicht zufrieden.

Hintergrund

Der ADFC Schwalmstadt engagiert sich seit Jahren im Arbeitskreis Zum Zuge kommen für den Umbau des Bahnhofs.

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