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In den letzten Wintern hierzulande war es eher mild. Viele Radfahrer sind daher auch in der kälteren Jahreszeit unterwegs. Rainer Janke vom Hessischen Rundfunk interviewte Reinhold Tripp vom ADFC Schwalmstadt, der im Winter durchfährt. Hier das Interview im Wortlaut und zum Anhören.

Ein Wetter bei dem man sprichwörtlich keinen Hund vor die Tür jagen würde. Reinhold Tripp indes ist unterwegs mit dem Rad. Mit warmer Jacke, Mütze und Handschuhen kommt er zu unserem Treffen angeradelt. Was macht das Radeln für ihn so besonders? Tripp zitiert eine berühmte Persönlichkeit der Zeitgeschichte: „Radfahren macht zu jeder Jahreszeit Spaß. Und da gibt es auch ein geflügeltes Wort des ehemaligen Präsidenten Kennedy: ‚Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude Rad zu fahren.‘“ Sagt es und schält sich aus seinen Winterklamotten.

Denn auch wenn man als Winterradler ordentlich strampelt, kalt wird es einem auf dem Drahtesel schon mal. „Ich habe eine andere Kleidung, vor kurzem habe ich auch die Handschuhe angezogen. Ich fahre einfach los und gerade bei den Kurzstrecken fährt man los, natürlich durch die Kälte ein paar Meter und dann kommt man wieder ins Warme und kann sich aufwärmen.“

Radfahren ist die große Leidenschaft von Tripp. Kein Wunder also, dass der Mann auch aktives Mitglied beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, kurz ADFC ist. Und da ist man bei Wind und Wetter unterwegs, sagt Tripp: „Das Radfahren im Winter ist eigentlich das gleiche wie im Sommer auch, nur dass es ein bisschen kälter ist. Der Wind weht einem um die Nase, das ist im Winter genau das gleiche wie auch im Sommer.“ Angst vor glatten Straßen oder Schnee auf dem Weg, die kennt der echte Winterradler nicht. „Man sollte dann zum einen schauen, dass man keine ruckartigen Lenkbewegungen macht, dass man vorsichtig bremst und dass man auch seine Geschwindigkeit nicht sehr schnell ändert, sondern dass man etwas sanfter fährt als sonst.“

Ob nun mit Spikes oder ohne, Vorsicht ist beim Winterradeln allemal angesagt. Und, es ist ein Hobby, das nicht jedermanns Sache ist. Manche Radfahrer ziehen sich warm an, andere lassen ihr Rad während der kalten Jahreszeit aber auch ganz stehen.

Reinhold Tripp ist da aus anderem Holz geschnitzt. Der Mann ist bei jedem Wetter unterwegs. Wirklich bei jedem? Reinhold Tripp überlegt und erklärt mir dann zum Abschluss, dass es selbst für ihn Grenzen des Radelns gibt: „Es macht nach wie vor Spaß. Nur ab zehn Zentimeter Schneehöhe kann es passieren, dass dann zu viel Schnee liegt, dass der Schnee in die Kette gerät und da gibt’s auch irgendwann Grenzen, besonders, wenn nicht geräumt ist.“

Radiomitschnitt

© Rainer Janke/Hessischer Rundfunk

 

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