Nav Ansichtssuche

Navigation

Die eher sportlich orientierten Tourenradler, die es am Ostermontag vorzogen, das erste Teilstück von Treysa nach Neustadt mit dem Rad, und nicht mit der Bahn, zurückzulegen, wurden von Petrus stark verunsichert. Eine knappe Stunde vor der geplanten Abfahrt ging über der Hardt, nördlich von Treysa, ein heftiger Regenschauer nieder, der zudem noch von Blitz und Donner begleitet wurde.

20140421_adfc_wieratour_002_450x300
20140421_adfc_wieratour_003_450x300
20140421_adfc_wieratour_004_450x300
20140421_adfc_wieratour_005_450x300
20140421_adfc_wieratour_006_450x300
20140421_adfc_wieratour_007_450x300
20140421_adfc_wieratour_008_450x300
20140421_adfc_wieratour_012_450x300
20140421_adfc_wieratour_015_450x300
20140421_adfc_wieratour_016_450x300
20140421_adfc_wieratour_017_450x300
20140421_adfc_wieratour_018_450x300
20140421_adfc_wieratour_020_450x300
20140421_adfc_wieratour_022_450x300
01/14 
start stop bwd fwd

Dennoch trafen sich acht unerschrockene Radler am Beginn der Stephanstraße, um bei mittlerweile abgetrockneter Fahrbahn und sich stetig verbesserndem Frühlingswetter über die Igelsheide, das Hügelgrab bei Wiera und die Wüstung Fronrode nach Neustadt zu fahren. Während die Gruppe in einem Café das erste Mal einkehrte, fuhr der Tourenleiter kurz danach zum Bahnhof. Dort stieg gerade die zweite Gruppe mit ihren Fahrrädern aus dem Mittelhessen-Express. Leider muss man dort, ebenso wie in Treysa, sein Fahrrad lange und steile Treppen hinunter- bzw. hinauftragen, um auf den Bahnhofsvorplatz zu gelangen.

Die nunmehr auf 16 Teilnehmer angewachsene Gesamtgruppe machte sich dann auf den Weg, um der Wiera aufwärts folgend, Richtung Stadtallendorf zu radeln. Am Naturschutzgebiet „Winshäuser Teich" vorbei führte die Route in den Herrenwald. Das Quellgebiet der Wiera befindet sich nahe der Wüstung Forst. Durch den niederschlagsarmen Winter und die Trockenperiode der letzten Wochen bedurfte es schon etwas Phantasie, ihre Quelle auszumachen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Forstkapelle Mariabild, benannt nach der nahegelegenen Wüstung, ging es auf schönen Waldwegen über die Wasserscheide Rhein-Weser. Anders als an der Bundesstraße erkennt man sie hier weder an einem Hinweisschild, noch an einem Denkmal. Kurz nach Überquerung der Main-Weser-Bahn an der Anrufschranke wurde der südlichste Punkt der Tour am Flüsschen Joßklein erreicht. Dieses naturbelassene Gewässer, das zwischen Wahlen und Gleimenhain entspringt, mäandert malerisch durch den südöstlichen Bereich des Herrenwalds. Es mündet bei Niederklein in die Klein, die wiederum nicht weit davon entfernt, am Fuße der Amöneburg, in die Ohm mündet.

Nachdem die Radfahrer ein gutes Stück der Joßklein aufwärts gefolgt waren, gelangten sie auf die Panzerstraße, auf der es dann flott zurück nach Neustadt ging. Nach einem Schlenker durch die historische Altstadt mit ihren imposanten Bauten – am auffälligsten ist wohl der Junker-Hansen-Turm – ging es zurück an die Wiera, die im Bereich bis zur Kläranlage leider wenig attraktiv in einem kanalisierten Bett verläuft. Dem Thema der Tour entsprechend müsste man eigentlich ab Höhe der Kläranlage auf der Bundesstraße 454 radeln, die sich durch das enge Tal der Wiera schlängelt. Angesichts des Autoverkehrs führte der Tourenleiter die Gruppe deshalb lieber auf dem asphaltierten Weg über den Simmesberg nach Momberg und von dort auf der Kreisstraße 105 nach Wiera.

Während der kleinere Teil der Gruppe es vorzog, auf dem Radweg entlang der Bundesstraße 454, und die letzten anderthalb Kilometer notgedrungen auf derselben zu fahren, wählte der andere Teil die Route durch den Ortskern von Wiera und fuhr im Weiteren auf einem Wirtschaftsweg rechts der Wiera. Neben der einen oder anderen Aussicht auf die renaturierte Wiera bzw. auf das Naturschutzgebiet Wieragrund gab es auch eine kleine, etwa 1 km lange, Mountain-Bike-Passage, und zwar dort, wo der Weg durch Staunässe und mangelnden Rückschnitt an den ihn begleitenden Büschen und Bäumen stark gelitten hat. Nach einem letzten Anstieg, heraus aus dem Seitental unterhalb der Igelsheide, radelte die Gruppe über die Horschmühlenbrücke und die Wierastraße zurück nach Treysa.

Am Ende der Tour kehrten die meisten Teilnehmer, zwar leicht „geschafft", aber sehr zufrieden über die abwechslungsreiche Routenführung in einem Café in der Bahnhofstraße ein. Aufgrund eines heftigen, länger andauernden Gewitters, verzögerte sich die Heimfahrt dann noch einmal um fast eine Stunde. Die Teilnehmerin mit der längsten An- und Abreise - per Rad versteht sich! – kam aus Frielendorf. Sie hatte zudem die sportliche Variante ohne den Mittelhessen-Express gewählt; ebenso wie der, mit 74 Jahren, älteste Teilnehmer, der freilich nur einen Steinwurf vom Start entfernt wohnt.

 

Förderer

Wir werden neben weiteren unterstützt von folgenden Betrieben:

Unsere Termine

Radfahren in Hessen