Nav Ansichtssuche

Navigation

Thorsten und Sabine auf ihren vollbepackten Reiserädern fahren nebeneinander auf dem Bahnradweg Rotkäppchenland.

Pedal the Planet – unter diesem Motto sind Sabine und Thorsten aus dem Münsterland im März 2014 zu einer Reise um die Welt aufgebrochen. Nach ein paar Tagen waren sie über den Hochland-Radweg in Schwalmstadt angekommen. Zufällig begegneten sie in einem Café R. Tripp vom örtlichen ADFC, dem sie ihr Vorhaben vorstellten.

Im Stadtbild fallen sie schon etwas auf: Ausgestattet mit einer Helmkamera und mit ihren vollbepackten Rädern mit zahlreichen wasserdichten Radtaschen und ihren hochwertigen Tourenrädern unterscheiden sich sie von den übrigen Radlern, die in der Stadt unterwegs sind. Sie haben alles Notwendige dabei, haben ihre Ausrüstung bei einer Reise durch Norwegen intensiv getestet und dabei versucht, das Gewicht ihrer Ausrüstung zu reduzieren. Trotzdem sind die Räder schwer bepackt, und so waren sie erleichtert zu erfahren, dass auf der Weiterfahrt nach Fulda über den Bahn- und den Fulda-Radweg kaum Steigungen vor ihnen liegen.

Die 26-jährige Lehrerin und der 27-jährige Informatiker sind am 15. März 2014 in Steinfurt-Borghorst aufgebrochen, um die Welt zu sehen. Sie erfüllen sich damit einen Lebenstraum und tauschen für etwa ein Jahr den vertrauten Alltag mit Beruf, Freunden und Familie ein, um mit ihren Fahrrädern einige Teile der Welt, deren Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Ihre Route haben sie nur grob geplant, um sich spontan auf interessante Begegnungen unterwegs einlassen zu können. Sie wollen sich weiter entlang der Donau in Richtung Istanbul halten, durch die Türkei nach Baku am Kaspischen Meer fahren um von dort mit dem Flieger nach Hanoi (Vietnam) zu gelangen. Weiter geht's bis Dezember durch Südostasien. Im Dezember wollen sie in Neuseeland sein, um Weihnachten unter Palmen zu genießen.

Auch wenn sie sich seit zwei Jahren auf die Reise vorbereitet haben, gehen sie ziemlich entspannt an ihr Vorhaben. „Wir haben keine Eile, wir haben ein Jahr Zeit“, war ihre Antwort, als sie gefragt wurden, ob sie die Zeit hätten, ein paar Fotos zu machen. Auch auf die Auskunft, dass die Strecke durch den Knüll auf den Bahnradweg um einiges länger ist als über den Schwalm-Radweg, reagierten sie gelassen: „Wenn wir den Weg nicht schaffen, fragen wir unterwegs einen Bauern, ob wir auf seiner Wiese zelten dürfen. Wir haben bislang unterwegs immer nette Menschen getroffen, die uns weiterhelfen.“ Außerdem war ihnen die Aussicht auf wenige Höhenmeter nach der anstrengenden Überquerung des Rothaargebirges über Winterberg, des Ederbergland und des Gilserberger Hochlands lieber als die paar eingesparten Kilometer über die andere Strecke.

Zwei Dinge schätzen sie beim Radfahren besonders: Zum einen den Abschied von der Eile und der Hektik des Alltags. Und zum andern die Nähe zu den Menschen und zur Natur. „Wir haben keine Scheibe zwischen uns und der Landschaft, durch die wir fahren.“ Anders als beim Autofahren kommt es zu direkten Begegnungen mit den Menschen und der Natur.

Nach den Erinnerungsfotos wurden sie von R. Tripp zum Bahnradweg begleitet, wo sie ihre Fahrt durch die Welt fortsetzten.

Weitere Informationen

 

Förderer

Wir werden neben weiteren unterstützt von folgenden Betrieben:

Unsere Termine

Radfahren in Hessen