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Große Gruppe von Radfahrern fährt im Treysaer Wiegelsweg am Ufer der Schwalm

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat den Entwurf des bis 2020 gültigen Nationalen Radverkehrsplan vorgestellt. Darin werden ehrgeizige Ziele formuliert. So soll der Anteil des Radverkehrs, der sich überall nachweislich erhöht, in vielen Städten in den letzten Jahren verdoppelt hat, auf 15 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens weiter ausgebaut werden.

Dies soll unter anderem durch den Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer/-innen (zum Beispiel sichere und bessere Wege, Abstellmöglichkeiten) gefördert werden. Trotz interessanter Visionen ist das große Manko des Entwurfs aus meiner Sicht, dass der Bund offensichtlich den Löwenanteil der Finanzierung den Ländern und den Kommunen überlassen will. Fazit: Alle finden das Radfahren toll – gut für die Umwelt, die Gesundheit, kostengünstig sowohl für Radfahrer/-innen als auch für die öffentliche Hand – aber keiner schafft die nötigen Rahmenbedingungen.

Im Gegenteil: Aufgrund der derzeitigen Gesetzes- und Verordnungslage wird der Ausbau der Radinfrastruktur in Hessen eher blockiert, weil kleinere Projekte vom Land nicht mehr gefördert werden. Ullrich Horstmann, Mitglied des  ADFC-Kreisvorstands Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder aus Gudensberg hat daher ein in Brandenburg praktiziertes Finanzierungskonzept ins Gespräch gebracht, das den umwelt- und gesellschaftspolitisch notwendigen Ausbau der Radinfrastruktur und die Erhöhung des Radverkehrs möglich macht.

Der Bund und das Land Hessen kürzen ihre Mittel für den Radverkehr, den für den Radverkehr verantwortlichen Kommunen insbesondere auf dem Lande fehlen Eigenmittel und Fachkompetenzen. Für den kommunalen Bereich schlägt das ADFC-Kreisvorstandsmitglied deshalb vor, das Modell aus dem ehemaligen Landkreis Müritz (Brandenburg) in Hessen zu übernehmen:

  1. Kompetenzen und Gelder für Planung und Wegeunterhaltung beim Landkreis bündeln
  2. Landkreise und Kommunen füttern den zweckgebundenen Radverkehrstopf je zur Hälfte, zum Beispiel mit 1,50 Euro pro Einwohner

Hoffen wir, dass dieses Vorhaben gelingt.

Kommentar: R. Tripp

Link: https://www.nationaler-radverkehrsplan.de/eu-bund-laender/bund/ > Nationaler Radverkehrsplan

Der Bund und das Land Hessen kürzen ihre Mittel für den Radverkehr, die für die Radverkehr verantwortlichen Kommunen insbesondere auf dem Lande fehlen Eigenmittel und und Fachkompetenzen. Für den kommunalen Bereich schlägt das ADFC Kreisvorstandsmitglied (Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder) deshalb vor, das Modell aus dem ehemaligen Landkreis Müritz (Brandenburg) in Hessen zu
übernehmen: 1. Kompetenzen und Gelder für Planung und Wegeunterhaltung beim Landkreis bündeln, 2. Landkreise und Kommunen füttern den zweckgebundenen Radverkehrstopf je zur Hälfte, z.B. mit 1,50 Euro/Einwohner.

 

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