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Umgestürzter Baum blockiert Straße

In den Sommermonaten radele ich immer mal mit dem Fahrrad zu meiner etwa 32 Kilometer entfernt liegenden Arbeitsstätte. Morgens fahre ich in Kombination mit der Bahn, nach Dienstschluss aber gönne ich mir die ganze Strecke zurück, mit Pedelec versteht sich, da der Tag noch aus anderen Dingen als Arbeiten und Radfahren besteht.

An der Optimierung der Radroute arbeite ich immer noch, da die Verbindung oftmals entweder über schlechte Feldwege oder über stark frequentierte öffentliche Verkehrsstraßen läuft.

So fuhr ich vorgestern den R 15 zwischen Zechenhof und Dillich, eine idyllische Radwegeführung, und wurde abrupt von quer liegenden, mächtigen Bäumen gestoppt. Ein Umschieben oder Herüberheben ging nicht, ich musste regelrecht mit dem Fahrrad (Pedelec!) und Gepäck über die Hindernisse klettern, wäre beinahe noch ausgerutscht und hätte mich womöglich verletzt.

Wieder auf dem Fahrrad sah ich das nächste Hindernis, wieder ein paar umgestürzte Bäume, nicht ganz so dick, aber nicht umfahrbar. Also wuchtete ich mein Fahrrad wieder hoch, um es heil auf der anderen Seite abzusetzen. Ich erinnerte mich, dass vor einigen Tagen lokal ein Unwetter getobt hatte, dieses waren also die Reste – noch nicht aufgeräumt.

Hatte es noch niemand bemerkt – oder geflissentlich ignoriert?

Zuhause angekommen schrieb ich sofort an die Meldeplattform des Landes Hessen, deren Meldungen direkt an die jeweiligen Städte und Gemeinden weitergeleitet werden. Dann musste ich mir halt wieder einen anderen Weg suchen, dachte ich bei mir, so was konnte dauern.

Am nächsten Morgen telefonierte ich mit der Stadt Borken, in deren Zuständigkeit diese Strecke fiel. Man verband mich mit Herrn Dönch von Bauhof. Er war bereits informiert. Gestern Abend hatte bereits ein Kollege versucht zu räumen, war aber an der Mächtigkeit der Bäume gescheitert. Heute wollte man nun mit entsprechenden Maschinen anrücken.Herr Dönch versprach mir, dass ich zum Feierabend den Weg wieder fahren könne. Ich bedankte mich für die Freundlichkeit und war skeptisch.

Gegen 16:00 Uhr startete ich meine Heimreise. Hinter Nassenerfurth wuchs meine Angespanntheit. Was, wenn der Weg wieder versperrt war, sollte ich besser umdrehen, statt wieder zu klettern. Die Stelle kam – freie Fahrt! Ich jubelte innerlich. Danke Borken, du denkst an deine Radfahrer.

Text

S. Klippert

 

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