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„Hochwasser erreicht Hitzacker" ... „Wenn die 7-Meter-Marke überschritten wird, steht die Altstadt von Lauenburg unter Wasser". Diese Meldungen erreichten uns circa zwei Wochen vor unserer geplanten Tour in den Norden. Erwartungsgemäß sagte uns dann die Jugendherberge in Lauenburg ab, weil die Toiletten wegen des Hochwassers unbenutzbar geworden waren. Der bereits angedachte Plan B musste nun mit Leben gefüllt werden. Geesthacht bei Hamburg wurde als Übernachtungsort auserkoren und die Radroute umgelegt. Nachdem nun alles in trockenen Tüchern war, konnte die Tour endlich beginnen.

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So trafen wir uns zu siebt an einem Freitag am Treysaer Bahnhof. An unserem Zielbahnhof Lüneburg wurden wir von einer Stadtführerin zu den schönsten Ecken Lüneburgs geführt, unter anderem in das heimliche Wahrzeichen der Stadt, der „Alte Kran", eine meisterliche Handwerkskunst. Mit Wind im Rücken und von einzelnen bedrohlichen Wolken gejagt machten wir uns auf den Weg nach Norden.

Die Ilmenau begleitete uns ein ganzes Stück des Weges, die Elbüberquerung gelang ohne Probleme, vom Hochwasser wenig zu sehen. Kurz vor unserer Pension öffnete Petrus erneut die Schleusen und ließ uns wie begossene Pudel dastehen, als uns die Zimmerwirtin die Türen öffnete. Die geräumige Unterkunft ließ wenige Wünsche offen und bescherte uns einen gemütlichen Ausklang des ersten Tages.

Von Geesthacht aus wurde die Tour überwiegend durch gut ausgebaute Wald- und Wiesenwege fortgesetzt. Im zügigen Tempo erreichten wir Büchen, wo wir wieder auf die Ostvariante der „Alten Salzstraße" geführt werden sollten. Uli entdeckte vor einem landwirtschaftlichen Anwesen einen 21 Tonnen schweren Findling und so begann unser Abenteuer dieses Tages. Durch unser Erscheinen angelockt erschien der Besitzer, Herr Ludwig Vöpel, und führte uns durch sein mit Skulpturen und Gemälden gefülltes Haus. Der ehemalige Landwirt, der in seinem zweiten Leben Karikaturist und Künstler geworden war und ist, ließ uns mit einem umfangreichen Vortrag in sein interessantes Lebens- und Schaffenswerk blicken.

Gudower See und Kaiser´s Hofladen in Salem boten Kurzweil auf der Strecke, die sehr unzureichend ausgeschildert war. Durch moderne Navigationtechnik konnte unsere Gruppe allerdings darüber hinwegsehen. Recht früh erreichten wir unsere Unterkunft in Ratzeburg. Die Altstadt von Ratzeburg liegt auf einer kleinen Insel. der Dom mitten drin. Durch eine schwere Holztür gelangten wir über den gotischen Kreuzgang in den mit Kunstwerken bestückten Innenhof, in dem wir in aller Stille einem Orgelkonzert lauschten. In einem Fisch-Restaurant direkt am Ratzeburger See erreichten uns zur Abendzeit wieder dicke Wolken, die sich auch ab und an öffneten, allerdings kein Gewitter entließen, so dass die Gruppe nach und nach die Heimreise in die Pension wagte. Diverse Kommunikationsprobleme führten zu einer Disharmonie zwischen Herbergswirt und unserer Gruppe, so dass gewisse Spannungen im Raume standen.

Auf unserer letzten Etappe vereinigte sich in Krummesse die Ostvariante wieder mit der Westvariante des Radweges „Alte Salzstraße" und lief nun am Elbe-Lübeck-Kanals entlang. Die Silhouetten des Lübecker Doms und der Marienkirche grüßten von Weitem. Das Holsten-Tor war ein Muss. Eine genauere Besichtigung der Stadt wäre sicherlich sehenswert gewesen, aber die Gruppe zog es zum Meer.

Die Radtour endete abrupt vor dem Herrentunnel, denn hier war eine Durchquerung mit Fahrrad nicht zugelassen. Ein kostenloser Shuttlebus wartete auf uns und brachte uns auf die andere Seite, auf der wir unsere Fahrt durch kleine Ortschaften fortsetzen.

Am Strand in Travemünde angekommen, hielt es kaum noch jemanden; wer konnte, krempelte die Hosen hoch und nahm ein Bad in der Ostsee, das Ziel unserer Reise. Eine kurze Zeit intensiver Genuss, bevor die Mehrheit der Gruppe die recht anstrengende Rückreise antreten musste – wir wären gerne dageblieben.

 

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