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Die Hugenotten waren französische Glaubensflüchtlinge, die um 1700 nach Deutschland flohen. Auch in unserer Region konnten sie sich ansiedeln und trugen durch ihre handwerkliche Arbeit zur positiven Entwicklung bei. In Frankenhain gedenken die Einwohner und Nachfahren traditionell am letzten Sonntag im August an die Flüchtlinge von damals. Der ADFC machte sich auch auf den Weg.

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Mit dabei war auch Marianne Reitz. Sie ist Mitglied des Kirchenvorstands der Franz-von-Roques-Kirchengemeinde, zu der Ascherode, Dittershausen, Frankenhain, Rommershausen und Treysa gehören. Sie wollte gerne einmal all diese Orte mit dem Rad anfahren. Auf dem Weg hinein nach Rommershausen kam ihr die Erinnerung: Diesen Weg kannte sie – das letzte Mal war sie ihn als Kind gegangen auf dem Weg in die Rommershäuser Mühle. Dort holte sie regelmäßig Milch für ihre Familie, die damals in Treysa wohnte. Sichtlich genoss sie auch die Weiterfahrt durch Feld und Wald auf bis dahin unbekannten Wegen hinauf nach Frankenhain.

Im Gottesdienst auf dem Hugenottenhügel in Frankenhain erinnerte Dekan Wachter an die Erfolgsgeschichte der Integration der Hugenotten, die sowohl auf Seiten der Flüchtlinge als auch auf Seiten der einheimischen Bevölkerung von großem Engagement getragen wurde, wobei der Prozess nicht immer einfach war. Ähnlich großes Engagement zeigt heute der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde, der sich seit mittlerweile zwei Jahrzehnten für die Flüchtlinge in der Harthberg-Kaserne einsetzt. Die Kollekte war für die Unterstützung dieser Arbeit bestimmt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Wegschleife Frankenhain des europäischen Hugenotten- und Waldenserpfads eingeweiht. Dr. Renate Buchenauer, Projektkoordinatorin des Vereins Hugenotten- und Waldenserpfad und Dr. Gerald Näser, Bürgermeister von Schwalmstadt, lobten das Engagement aller Gruppen und Personen, die dazu beitrugen, dass dieses Projekt verwirklicht wurde.

Der ADFC bietet Alternativen zur Anreise mit dem Auto zu Festen und anderen öffentlichen Veranstaltungen. Der nächste Besuch eines größeren Ereignisses ist das Erntedankfest in Richerode.

Bemerkung: In einer früheren Version des Beitrags hatten wir Frau Reitz als Kirchenvorsteherin bezeichnet. Sie ist Mitglied des Kirchenvorstands.

 

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