Im 19. und 20. Jahrhundert wurde in der Gegend um das nordhessische Borken Braunkohle gefördert. Der Bergbau prägt auch nach der Einstellung der Förderung die Kultur und die Landschaft der Region. Unter Leitung der ausgebildeten Tourenleiter Ulrich Wüstenhagen und Peter Haldorn begab sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Schwalmstadt auf die kulturhistorischen Spuren dieser Epoche.

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Zu den Zielen gehörten der Neuenhainer See und der Silbersee bei Frielendorf, die vor allem wegen ihrer touristischen Angebote bekannt sind. Weniger bekannt sind dagegen die mit Grundwasser gefüllten ehmaligen Tagebaue Haarhauser See und das Feuchtbiotop im Schnepfenhain bei Neuenhain, in und an dem Ringelnattern, Blindschleichen, Blessrallen, Kröten und mehr als 20 Libellenarten eine neue von Menschen geschaffene Heimat gefunden haben.

Besonders bewegend war der Besuch der Gedenkstätte zum Grubenunglück an der Schachtanlage Stolzenbach, bei der 1988 einfolge einer Kohlenstaubexplosion 51 Kumpel ums Leben gekommen waren. Sechs Verschüttete konnten gerettet werden. Günter Grau aus Borken, einer der Tourteilnehmer und ehemaliger Bergmann aus Borken, erzählte, wie er selbst früher in die Grube eingefahren war. Bergleute hätten immer in der Gefahr gestanden zu Schaden zu kommen. Mit dem Unglück hätte allerdings keiner gerechnet.

Die längste Anreise hatten Brunhilde Schäfer-Langmack mit ihrem Mann Heiko. Sie sind in Leer in Ostfriesland zuhause. Den Aufenthalt in ihrer ehemaligen Heimat nutzt die frühere Obergrenzebacherin häufiger für Radtouren mit dem ADFC . „In Ostfriesland sind Radtouren wenig abwechslungsreich. Es ist halt alles flach“, sagt die an einer Berufsschule tätige Lehrerin. Gerne führe sie auch Mountainbike-Strecken. Wenn sie es nicht schaffe, an den geführten Touren teilzunehmen, lade sie sich die Tracks von der Internetseite des ADFC und fahre sie mit ihrem Mann nach.

Weitere Stationen waren der Spiesturm bei Spieskappel und eine Einkehr in einem Ziegenhainer Café. Die Tour war die letzte im Jahresprogramm 2015. Alle freuen sich auf die Fahrten im kommenden Jahr. Die Planungen dafür haben bereits begonnen.

Fotos

© A. Koch, U. Wüstenhagen