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Überall hatten Schneeschauer die Welt weiß gepudert am Morgen dieses 4. Mais. Trotzdem brachen fünf unerschrockene Radfahrer zu ihrer Radtour rund um den Burgwald auf. Wider Erwarten kamen sie bei strahlend blauen Himmel an ihrem Ziel in Kirchhain an.

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01/12 
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Tour absagen oder trotzdem fahren – vor dieser Entscheidung standen die Tourenleiter Jürgen Moser und Reinhold Tripp am Treffpunkt im Treysaer Bahnhof. Eigentlich hatten sie damit gerechnet, dass bei diesen Wetterbedingungen jeder „vernünftige“ Mensch zuhause bleibt. Doch ein weiterer unerschrockener Radfahrer hatte sich zu ihnen gesellt. Unter Zuhilfenahme der Niederschlagsprognose der Wetter-App wurde gemeinsam die Entscheidung getroffen, wie geplant bis zum Startpunkt nach Kirchhain mit dem Zug zu fahren und dann weiterzuschauen.

In Neustadt stieg ein weiterer Mitfahrer zu und in Kirchhain wartete der fünfte Unerschrockene. Verabredet wurde, einfach loszufahren. Bei allzu widrigen Bedingungen hätte jederzeit bis zur Hälfte der geplanten Strecke die Möglichkeit bestanden abzubrechen, in den Zug zu steigen und zurückzufahren.

Die Hauptschneefront war gerade vorbeigezogen. Die Tour startete unter grauem Himmel, aber es blieb trocken. Die Teilnehmer hatten sich mit warmer Kleidung in verschiedenen Schichten nach dem Zwiebelschalenprinzip und wasserdichter Oberbekleidung gut auf die äußeren Bedingungen eingestellt. Auf dem Radweg Deutsche Einheit entlang der Bahnlinie nach Marburg kam man gut voran. Zum einen, weil er auf weiter Strecke geradeaus verläuft und an diesem Tag keine langsamen Wochenendfahrer das Fortkommen erschwerten. In Cölbe am Zusammenfluß von Ohm und Lahn treffen sich Radwege aus verschiedenen Richtungen. Ein Sück entlang der Lahn wurde der Fluss auf der Bahnbrücke überquert, dort, wo die im Burgwald entspringende Wetschaft in die Lahn mündet.

Auf dem Lahn-Eder-Radweg ging's weiter durch die Dörfer der Wetschaft-Senke. Verstörend wirkten die massiven Eingriffe in die Natur, die im Zuge der im Bau befindlichen Ortsumgehungen der B 252 erfolgten. Unterwegs informierte der Tourenleiter über kulturhistorisch bedeutsame Ereignisse und Stätten wie das historische Wiesen-Bewässerungssystem zwischen Sarnau und Götiingen, den Beinahe-Umzug der Marburger Universität nach Wetter oder die Burgen, die dem Burgwald zum Namen verhalfen.

In Ernsthausen wurde die erste längere Pause bei Kaffee und Kuchen eingelegt, bevor bei Roda die Fahrt durch den Burgwald begann. Hier begnete man den Rodaer Wasserbüffeln wie andernorts mehreren Feldhasen, seltenen Silberreihern und immer wieder kreisenden Rotmilanen. Nach Erreichen des Herrenwegs wurden die mitgebrachten Snacks an den Herrenbänken ausgebreitet und gemeinsam verzehrt. Das Picknick musste leider abgebrochen werden, weil ein leichter Schauer Unheil versprach. Das war übrigens entgegen aller Befürchtungen die einige Situation, an der es nass von oben wurde.

Unter strahlend blauem Himmel, der mit weißen Wölkchen gesäumt war, rollten die Räder über die leicht abschüssige Strecke nach Kirchhain. Auch wenn die Teilnehmer selbst zu Beginn sehr skeptisch waren, was auf sie zukommt, haben alle, die nicht mit waren, eine richtig schöne Fahrradtour verpasst.

 

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