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Einige waren mit Schirm zu den Veranstaltungen rund um den Radspaß im Rotkäppchenland gekommen, noch mehr waren zuhause geblieben. Das Wetter war – vorsichtig ausgedrückt – nicht ganz optimal zum Radfahren. Ganz im Gegenteil: Für den Schwalm-Eder-Kreis wurde eine Unwetterwarnung wegen ergiebigen Dauerregens und starkem Wind herausgegeben. Einige Unerschrockene ließen sich davon nicht abschrecken und machten sich dennoch auf den Weg. So wie die Familie Krebs aus Niederaula und die 74-jährige Anne Weppler aus Niedergrenzebach.

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Anne Weppler nutzte das Angebot des Shuttle-Busses und ließ sich nach Kirchheim chauffieren. Von dort legte sie nach einer Einkehr in der urgemütlichen Kirchheimer Scheune den Weg zurück durch das Tal der Aula, das Grenfftal und schließlich entlang der Schwalm in ihre Heimat. Anfangs bestand noch die insgeheime Hoffnung, dass der Regen wenigstens zeitweise abnehmen würde, am Horizont zeigte sich der Himmel etwas freundlicher. Doch der Schein trog, der Regen blieb den ganzen Tag über treuer Begleiter: Von oben, als Rinnsal, das von den Feldwegen auf den Radweg lief, als Wasserfall, der sich in die Gräben links und rechts des Weges ergoss und als reißender Strom, der in Neukirchen Wege und den Spielplatz beim Stadion überflutete und unpassierbar machte und sogar Teile der Uferböschung mit sich riss. Kurz vor Loshausen war vorläufig Schluss: Die Grenff führte hier soviel Wasser, dass sie einen tiefer gelegenen Abschnitt des Radwegs überschwemmt hatte, so dass kein Durchkommen mehr war. Dank guter Ortskenntnis war jedoch schnell eine Alternativroute gefunden und über Zella ging es weiter Richtung zuhause.

Bei dieser Radtour zeigte sich zweierlei. Zum einen: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung – Anne Weppler blieb trocken bis zum Schluss. Zum andern: Die Hessen werden von manchen Zeitgenossen als stures Volk verunglimpft. Nicht so beim Radspaß. An allen Stationen in den Zelten und davor wurden die Unerschrockenen, die sich auf den Weg gemacht hatten, enthusiastisch begrüßt. Bei ihrer Ankunft brandete Jubel auf und es gab sogar La-Ola-Wellen. Dieses Erlebnis hat man als Radfahrer selten, hier konnte man es genießen.

Im Übrigen: Trotz der Unwetterwarnung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die, die mit dem Rad auf dem Bahnradweg unterwegs waren. In einem solchen Fall behalten sich der Autor und die anderen erfahrenen Tourenleiter/-innen im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) vor, eine Tour vorzeitig zu beenden – das Wohl der Teilnehmenden geht in jedem Fall vor.

In Ziegenhain bog Anne Weppler ab vom Bahnradweg nach Hause zu ihrem Mann in Niedergrenzebach. Der ist eigentlich sonst eher für längere Radtouren zu haben. Heute jedoch hatte er den ganzen Tag auf dem Sofa genossen und sich so vielleicht um ein ganz besonderes Erlebnis gebracht.

 

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