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Rücklicht mit Standlichtfunktion

Wer früher mit dem Fahrrad unterwegs war, hatte mit vielen technischen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Vorder- und Rücklicht waren eher als Funzel zu bezeichnen, der Dynamo drehte bei Regenwetter oder Schnee durch und die Bremsen verdienten mit 20 m Anhalteweg bei Nässe ihren Namen nicht immer zu Recht. Mit der Entwicklung von neuen Komponenten für das Fahrrad hat sich in den letzten Jahren, von vielen unbeachtet, eine stille Revolution ereignet.

Hydraulikbremse an Alufelge

Die Älteren unter uns werden das vielleicht noch kennen: Sie sind mit dem Rad mit Stahlfelge unterwegs, es regnet und man muss bremsen – um die Vorfahrt zu beachten, um einem Fußgänger auszuweichen, oder um vor der Kurve die Geschwindigkeit zu verringern. Dann musste man schon zwanzig Meter vorher überlegen, langsamer zu fahren, um rechtzeitig anhalten zu können. Daher sind viele Radfahrer/-innen früher nur auf Rädern mit Rücktritt gefahren – aus Sicherheitsgründen.

Seit der Einführung von Cantilever-Bremsen, seitdem es V-Brakes gibt, der Einführung von hydraulischen Bremsen oder von Scheibenbremsen gehört das Problem der Vergangenheit an. Hier hat man genug Reserven, um das Rad auch bei höheren Geschwindigkeiten, bei Regen oder bergab schnell zum Stehen zu bringen. Da reichen der Mittel- und der Zeigefinger, um kräftig aber gleichzeitig auch gut dosiert zu bremsen. Natürlich muss man sich bei einem Umstieg von der Rücktrittbremse etwas umstellen. Aber die Wirksamkeit der neuen Bremssysteme ist einfach gut.

LED-Vorderlicht

Ein ähnliches Erlebnis kann man bei der Beleuchtung machen. Der Seitenläuferdynamo ist spätestens bei Regen (ganz zu schweigen bei Frostwetter oder Schnee) durchgerutscht oder hat ganz den Geist aufgegeben. Das Glühfadenbirnchen konnte in puncto Helligkeit mit einem Glühwürmchen konkurrieren. Die Halogenglühbirne war zwar ein Fortschritt, ergab aber auch noch kein zufriedenstellendes Licht.

Die modernen LED-Lampen in Kombination mit einem Nabendynamo lassen dies alles vergessen. Selbst bei Regenwetter leuchten die 40 Lux und mehr so hell, dass der vor einem liegende Weg noch ausgeleuchtet wird. Und wenn man mal anhalten muss, sorgt das eingebaute Standlicht dafür, dass man immer gut gesehen wird. Der einzige Nachteil besteht darin, dass man öfter von nett meinenden Mitmenschen gebeten wird, das Licht am Fahrrad auszuschalten, wenn man sein Rad abgestellt hat, weil die denken, man hätte es vergessen.

Seit neuestem gibt es im Handel Ladegeräte für den Nabendynamo, mit denen man unterwegs Kleingeräte wie das Mobiltelefon oder den Navigator betreiben oder aufladen kann.

Klar, die neuen Komponenten sind nicht ganz billig. 60 Euro für eine Lampe sind viel Geld. Wenn man dies aber in Beziehung setzt zu den Beträgen, die zum Beispiel für Autos ausgeben werden, handelt es sich hier um keine wirklich großen Summen.

Mit einem modernen Rad unterwegs zu sein, an dem die einzelnen Teile wirklich gut funktionieren, macht einfach Spaß. Und es macht gar nichts, wenn nostalgische Gefühle wegen überholter Technik ausbleiben.

NSU-Fahrrad mit Stempelbremse (etwa 1960)

 

 

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